Visuelle Inhalte wie Bild und Video sind ein integraler Bestandteil von User generierten Inhalten. Mehr als 1,8 Milliarden Bilder werden täglich im Internet geteilt. Allein auf Twitter werden täglich 175 Mio. Bilder gepostet. Die rasant steigenden Nutzerzahlen von Instagram oder Sanpchat zeigen, dass das Bedürfnis nach dieser Art der Kommunikation weiter zunehmen wird.

Die Bilderflut in sozialen Medien ist also da. Für Marken ist das eine Chance und gleichzeitig ein Problem. Die fotoaffine eher junge Zielgruppe verbreitet zum Teil vollkommen ohne Influencer-Relations-Maßnahmen Bilder von Produkten.

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Ein von Raja Ahmad (@rabgarage) gepostetes Foto am

Meist werden diese Fotos ein einem positiven Kontext gepostet und sind in diesem Zusammenhang für Marken sehr wertvoll. Anders sieht es aus, wenn die Markenwahrnehmung negativ beeinflusst wird.

So oder so. Es wird für Verantwortliche in Unternehmen immer wichtiger zu wissen, in welchem Zusammenhang und auf welchen Plattformen Ihr Logo publiziert wird.
Der Monitoring-Anbieter Talkwalker bietet nun als erster Anbieter aus Europa die Möglichkeit einer proprietären Bilderkennungs-Technologie. Laut eigener Aussage erkennt die Software „ab Werk“ 30.000 Logos. Logos die das System noch nicht in der Datenbank gespeichert hat, können natürlich hinzugefügt werden.

Einsatz der Bilderkennung im System

Talkwalker hat uns freundlicherweise die Möglichkeit gegeben die neue Technologie zu testen. Das Aufsetzen der Query ist denkbar einfach. Im Topic Setup gibt es dazu eine neue Smart Image Zeile. Damit weisen Sie das System an Bilder mit Logos der entsprechenden Marke zu suchen. Über die Operatoren AND NOT können Sie ausschließen, dass auch nach dem Markennamen in Textform gesucht wird.

image:apple AND NOT apple

Daraufin macht sich der Algorithmus auf die Reise. Die Ergebnisse finden Sie wie gewohnt in den Talkwalker-Resultaten:

Talkwalker Bilderkennung

Ergebnisse der Talkwalker Bilderkennung

Einsatzgebiete für die Bilderkennung

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Neben der reinen Erfassung der visuellen Online-Präsenz bieten sich laut Talkwalker folgende Einsatzbereiche an:

  • Schutz der Marke vor Missbrauch
  • Erkennung und Vermeidung von Krisen
  • Erweiterte Erkenntnisse des ROI von Sponsorings und Influencer-Kampagnen
  • Nutzen von User generated Content für die eigenen Kommunikation
  • Wettbewerbs-Benchmarking

Ein erster Test

Unsere ersten Tests mit dem Logo von Apple zeigten starke Ergebnisse. In 250 ausgewerteten Ergebnissen befanden sich lediglich 12 Fehler. Hier wurde meist bei recht kleinen, unscharfen Fotos eine Sonne oder ein Mond, der teilweise von Wolken überdeckt war, als Apple-Logo erkannt. Ein gezeichneter Apfel wurde tatsächlich nur einmal fälschlicherweise als Apple-Markenzeichen wahrgenommen.

Auch die Performance macht einen guten Eindruck. Trotz einer Unmenge an Daten arbeitet das System recht schnell. Zusätzlich zum Resultat erhält der Benutzer auch bei der Bildersuche die üblichen zusätzlichen Metriken wie Engagement, Potentielle Reichweite und den neuen Trending-Score mit dem die Beobachtung der Verbreitungsgeschwindigkeit einer Erwähnung in den vergangenen 12 Stunden gemessen werden kann.

Interview mit Talkwalker Vertriebsleiter und Mitbegründer Christophe Folschette

Christophe, Ihr habt mit Talkwalker als erster Anbieter in Europa eine Bilderkennungstechnologie in Euer Tool integriert. Setzt Ihr hier auf eine bereits bestehende Technologie oder habt ihr alles selbst entwickelt?

Auf Twitter und Instagram werden jeden Tag mehr als 215 Millionen Bilder geteilt. Wenn man bedenkt, dass Marken in diesen Bildern in bis zu 80% der Fälle nicht im zugehörigen Text genannt werden, kommt der Bilderkennung eine zentrale Bedeutung im Monitoring zu. Bei Talkwalker haben wir daher schon seit einiger Zeit an der Technologie gearbeitet. Wir setzen komplett auf eine proprietäre Lösung, die hier im Haus von unserem Team entwickelt wurde und voll in die Plattform integriert ist.

Wie viele bzw. welche Plattformen deckt ihr im Moment mit der Bilderkennung ab?

Wir decken mit dem neuen Feature alle Plattformen ab, für die wir auch textbasierte Daten liefern. Neben 150 Millionen Webseiten sind das zum Beispiel Instagram, Facebook, Flickr und Google+. Als offizieller Twitter-Partner bieten wir unseren Kunden außerdem den vollen Zugriff auf die Firehose. Unsere Logo-Datenbank umfasst zum Start bereits 30.000 Marken. Diese können mit einem einfachen Suchoperator direkt ins Monitoring eingebunden werden.

Wie sieht Euer Abrechnungsmodell aus? Können aktuelle Nutzer von Talkwalker die neue Technologie ohne Mehrkosten nutzen bzw. welche Modelle der Buchung stehen zur Verfügung?

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Kunden nicht nur ihre eigene Marke beobachten, sondern natürlich auch Wettbewerber-Benchmarkings durchführen. Wir haben uns deshalb für ein einfaches Abrechnungsmodell mit einem Pauschalpreis entschieden. Bestehende Kunden können die Bilderkennung als Add-On zu ihrem Paket hinzufügen.

Vielen Dank Christophe!

Weitere Informationen

Die Kollegen vom Monitoring-Matcher haben über die neue Bilderkennungs-Technologie geschrieben

Blogbeitrag von Talkwalker